Schuljahr 2018/19

Dezember

Schulsieger im Vorlesewettbewerb der Jahrgangsstufe 6 ermittelt  
Tanja Röhrig

   

Am 10. Dezember 2018 versammelte sich die gesamte Jahrgangsstufe 6 der IGS Betzdorf-Kirchen Geschwister Scholl zum Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs des deutschen Buchhandels 2018 in der Aula. Die über einhundert Schülerinnen und Schüler wollten nun noch einmal gemeinsam den Lesevorträgen der ermittelten Klassensieger lauschen.    
   Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a, 6b, 6c und 6d einen klasseninternen Sieger im Deutschunterricht ermitteln können. Dabei ging es um eine ganze Palette relevanter Lesekriterien wie angemessenes Lesetempo und eine adäquate Lautstärke, flüssiges, deutliches und sinnerfassendes Lesen, aber auch um die Textgestaltung allgemein, welche sich durch die richtige Betonung einzelner Wörter oder Passagen auszeichnet.    
   Unterstützt von den Jubelrufen ihrer Mitschüler und in angenehmer Leseatmosphäre mit Lesesessel und Leselampe lasen die vier Kandidaten Emilia Moritz (6a), Jari Verhoef (6b), Jonas Grindel (6c) und Luis Jungk (6d) einen selbst gewählten Buchausschnitt sowie einen unbekannten Textausschnitt in der vollbesetzten Aula.   

Neben spannenden Alien-Geschichten wie „Die drei ??? Kids – Das außerirdische Buch“ von Ulf Blanck kam ebenso Lustiges wie „Die Känguru-Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers“ von Marc-Uwe Kling zum Vortrag und dementsprechend war die Bandbreite der vorgestellten Werke erstaunlich groß. Hierbei wurde allen Zuhörern noch einmal bewusst, dass Bücher alles andere als verstaub und langeilig sind, man muss sich nur die Zeit nehmen, sich in sie zu vertiefen.

Die Jury setzte sich an diesem Wettkampftag ebenfalls aus einer bunten Mischung zusammen. So waren als „Profi“-Jury-Mitglieder des Fachbereichs Deutsch Frau Heidrun Burt und Frau Sigrid Fielauf anwesend, die Schülervertretung übernahm Jennifer Dino (Jgst. 12) und eine zusätzliche Unterstützung bei der Bewertung der Kandidaten stellte Frau Annika Diederich als außerschulisches Mitglied der Buchhandlung MankelMuth in Betzdorf dar. An dieser Stelle noch einmal ein recht herzliches Dankeschön für das Engagement der Jurymitglieder.


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Diese bewerteten in der ersten Runde jeden Leser auf der Basis des Ausschnitts aus der selbst gewählten Lektüre, anschließend ging es um den unbekannten Textauszug. Die alles entscheidende zweite Leserunde war das Zünglein an der Waage, denn vor allem hier kommt es darauf an, dem fremden Text Leben einzuhauchen und damit die Zuhörerinnen und Zuhörer zu begeistern.

Mit einem insgesamt überzeugenden Lesevortrag in beiden Runden konnte sich nach hartem Wettkampf schließlich Luis Jungk (6d) als Schulsieger behaupten. Bei der anschließenden Siegerehrung erhielten dann alle Klassensieger für ihre großartige Leistung eine Urkunde und einen von der Buchhandlung MankelMuth gestifteten Buchpreis. Luis Jungk darf darüber hinaus im Februar sein Können auf Kreisebene unter Beweis stellen. Dafür drücken wir ihm jetzt schon ganz fest die Daumen!


  

 

 

 

 

  


Schüler der IGS wollen mit Päckchen für die Aktion „KINDER HELFEN KINDERN!“ Freude bringen

Christine Kohlhaas


Wie schon im vergangenen Jahr haben sich auch im Herbst 2018 wieder zwei Schulklassen der IGS Betzdorf/Kirchen mit Eifer an der Weihnachtspäckchenaktion der Hilfsorganisation ADRA Deutschland e. V. beteiligt, weil sie gerne Kindern aus armen Familien und Waisenhäusern in Osteuropa etwas Gutes tun wollen. Aus der Idee, diesen Kindern wenigstens eine kleine Freude zu bereiten und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen werden, ist 1999 die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ entstanden. Seitdem gibt es in ganz Deutschland Aktionsgruppen und Sammelstellen, von denen aus ADRA Anfang Dezember mit LKWs zehntausende Geschenkpakete an die Zielorte bringt und so für einen kleinen Hoffnungsschimmer im Leben der Kinder sorgt, die kaum etwas zu lachen haben. Jedes Jahr wird außerdem im Anschluss an die Aktion ein Berichtsheft und eine DVD herausgegeben, die zeigen, welche Projekte unterstützt werden, wie der Transport und die Geschenkübergabe verlaufen sind und wie sehr sich die Kinder überall gefreut haben. Und die Bilder zeigen: Was gibt es Schöneres als ein strahlendes Kinderlächeln, besonders zur Weihnachtszeit? Dass nicht nur beschenkt werden, sondern auch schenken glücklich macht, das haben unsere Schüler bewusst wahrgenommen, als sie sich mit großer Aufmerksamkeit die sehr lehrreiche DVD nach der letzten Päckchenaktion angesehen haben.

Die beiden Klassen 6a und 6d haben sich deshalb auch dieses Jahr wieder die Not der osteuropäischen Kinder zu Herzen genommen und 22 Päckchen gefüllt mit Schulmaterialien, Spielsachen, Kuscheltieren und anderen nützlichen Dingen, die für uns zwar Kleinigkeiten darstellen, für die hilfsbedürftigen Kinder jedoch etwas Besonderes sind. Diese Aktion bewirkt etwas auf beiden Seiten: Kinder aus Deutschland werden dafür sensibilisiert, dass es nicht allen Menschen auf der Welt so gut geht wie ihnen, und dass sie mit einem geringen Aufwand etwas Gutes für diese Menschen tun können. Und die Kinder und Jugendlichen, die diese Päckchen bekommen, erhalten damit in der Regel zum ersten Mal in ihrem Leben ein Weihnachtsgeschenk. Ihre Reaktionen zeigen den Helfern jedes Jahr, wie viel ihnen diese kleine Geste bedeutet mit der sie erleben können, dass es andernorts Menschen gibt, die an sie denken.

Klar ist, dass so ein Päckchen zwar eine Zeit lang Freude bereitet, die schlechten Zustände in den jeweiligen Ländern jedoch nicht ändern kann. Deshalb ist die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ auch mehr als das bloße Verteilen von Paketen. ADRA fördert Projekte für Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern, die langfristig helfen: den Auf- und Ausbau von Schulen und Kinderheimen sowie eine solide und hygienische Ausstattung, die auch Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch ermöglicht.

Wer sich für die Hilfsorganisation ADRA und ihre Projekte interessiert und wer die Aktion gerne finanziell unterstützen möchte, findet im Internet Informationen unter www.kinder-helfen-kindern.org


… und vielleicht – nein, hoffentlich! – wollen nach diesem Bericht nächstes Jahr noch mehr Schüler bzw. Klassen mitmachen und Freude schenken…

 



November


Schülerinnen und Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen erhalten Einblicke in die Komplexität von Planungsprozessen der Heimatregion

M. Schneider


Betzdorf. Warum ist der Siegtal-Radweg in der Region Hamm/Wissen/Betzdorf/Kirchen noch nicht fertiggestellt? Wie laufen die Planungen zum Bau von Windkraftanlagen in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain? Warum wird der REWE-Markt in Elkenroth nicht erweitert? Diese und weitere interessante Fragen aus der Heimatregion wurden nun von nahezu 40 Schülerinnen und Schülern der beiden Erdkunde-Leistungskurse der MSS 12 der IGS Betzdorf-Kirchen mit Werner Eckel, Mitarbeiter für Raumordnung und Bauleitplanung im Fachbereich Bauen der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, diskutiert. Dabei erfolgte zunächst ein Einblick in die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans für die fusionierten Verbandsgemeinden Betzdorf und Gebhardshain, der bis 2021 abgeschlossen sein soll. Problematisch bei dieser Zeitvorgabe, so Werner Eckel, sei die Abfrage der Wünsche nach Ausweisung von Bauflächen bei allen Gemeinden der Verbandsgemeinde, die Berücksichtigung verschiedener weiterer Belange wie zum Beispiel dem Naturschutz sowie die Diskussion zwischen Verbandsgemeinde und Landkreis bezüglich der Vorgehensweise bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans. Dieser Plan bietet die Grundlage für die Ausweisung von Neubaugebieten und für Bebauungspläne, was Herr Eckel am Beispiel der Ortsgemeinde Nauroth veranschaulichte.

Auf großes Interesse stießen die beiden Projekte Siegtalradweg und Windkraftanlagen in den Bereichen „Hümmerich“ und Nauroth-Rosenheim. Beiden Themen sind die großen Interessenskonflikte gemeinsam. Den Schülerinnen und Schülern wurden dabei die sehr hohe Relevanz des Naturschutzes sowie die Vorbehalte der Bürgerschaft, die oft in Bürgerinitiativen organisiert sind, deutlich. So darf beispielsweise der Siegtalradweg in einigen rheinland-pfälzischen Regionen aufgrund von Naturschutzgebieten nicht an der Sieg vorbeiführen, stattdessen an der B 62, während dies in Nordrhein-Westfalen ein kleineres Problem darzustellen scheint. Bei einigen Schülerinnen und Schülern rief diese Information Unverständnis hervor, da sie nur wenige Wochen zuvor in einem Fachvortrag gehört hatten, dass sich Rheinland-Pfalz als „Radfahrerland“ bezeichnet. Vor allem im Bereich der Windkraft schließen sich Bürger oftmals in Initiativen zusammen, um einen größeren Abstand zu den Wohngebieten zu fordern, insbesondere aus Gesundheitsgründen. Abschließend ging Werner Eckel auf die angestrebte Erweiterung des REWE-Marktes in Elkenroth ein. Ein Hindernis dabei bildet laut Eckel nicht nur das angrenzende Naturschutzgebiet, sondern auch das Faktum, dass Elkenroth seitens der Landesplanung nicht wie Gebhardshain als Grundzentrum ausgewiesen ist, weshalb die Verkaufsfläche nur ausnahmsweise 800m 2 nicht überschreiten dürfe.

Insgesamt wurden in diesem kurzweiligen und interessanten Gespräch die Komplexität der Planungsprozesse aufgrund der Berücksichtigung verschiedener Interessen sowie die Notwendigkeit der Beteiligung eines jeden sehr deutlich, wozu Werner Eckel, aber auch die beiden Fachlehrer Steffen Hensel und Matthias Schneider die Oberstufenschüler aufriefe



Volkstrauertag – Schüler der IGS gedenken der Opfer

T. Oberdries

  
Wie in jedem Jahr versammelten sich anlässlich des Volkstrauertages auf dem Kirchener Hardtkopf-Friedhof viele Menschen, um an das Schicksal der Opfer von Kriegen und Gewalt zu erinnern. In verschiedenen Ansprachen wurde die Trauer um die Opfer zum Ausdruck gebracht.  Auch Schülerinnen der IGS waren stellvertretend für ihre Schule vor Ort. In ihrer Rede beschäftigten sie sich mit den Fragen, warum es einen Volkstrauertag gebe, um wen an diesem Tag getrauert werde und ob die Opfer aus vergangen Zeiten die Jugend heute überhaupt noch etwas angehe. Die Mädchen kamen zu der Erkenntnis, dass es gerade zur heutigen Zeit sehr wichtig sei, nicht zu vergessen. Für sie ist der Volkstrauertag ein Tag, an dem es zu einen um das Gedenken der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges geht. Genauso wichtig ist es ihrer Meinung nach aber auch, dass man an alle Menschen denkt, die durch Krieg und Verfolgung Gewalt, Leid und Tod ausgesetzt sind.

  

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IGS Betzdorf-Kirchen lud am Wochenende zum Besuch ein

T. Oberdries


Am Samstag, dem 24.11.2018, öffnete die IGS von 10 Uhr bis 12.30 Uhr ihre Türen. Zahlreiche kleine und große Gäste nutzten das Angebot, die Schule am „Tag der offenen Tür“ genau unter die Lupe zu nehmen.

Organisatorin des Tages, die Stufenkoordinatorin 5/6, Monika Höck, ermutigte die Besucher dazu, nach Bildungsbörse und Elternabend, nun die Räumlichkeiten der Schule kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeiten von Lehrern und Schülern zu gewinnen, um Ende Januar für ihr Kind eine gute Entscheidung hinsichtlich der Anmeldung an einer weiterführenden Schule treffen zu können. Die Gäste folgten dieser Aufforderung und nahmen von der Vielzahl der Angebote Gebrauch. Sowohl Schüler als auch Lehrer hatten eine Menge vorbereitet, um ihre Schule zu präsentieren und die Besucher am Schulleben teilhaben zu lassen. In der Aula ging es direkt zu Beginn musikalisch zur Sache und die Schülerband zeigte ihr Können. Dies ließ die Lehrerband nicht auf sich sitzen und zeigte später, dass auch die Lehrer durchaus ein Händchen für Musik haben.

Auch im restlichen Gebäude kamen die Besucher ganz auf ihre Kosten. In zahlreichen Räumen wurden sie nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen aufgefordert. Ob beim vielseitigen Angebot fürs Weihnachts – und Winterbasteln,  beim Backen von Lebkuchenfiguren und Bauen von Knusperhäuschen oder bei einem Besuch in der Nähwerkstatt, in der die Kinder selbst Taschen nähten, für jeden war etwas dabei.


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Auch naturwissenschaftliches Arbeiten kam an der als MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) freundlich ausgezeichneten Schule  nicht zu kurz. Die Elektrotechnik-AG präsentierte sich. Bei Mitmachexperimenten in der Chemie, Mikroskopieren und Sinnschulung in der Biologie, Geometrie mit Fantasie, der AG „Digitale Helden“  und einem Programmierkurs konnten die kleinen Gäste eifrig neue Erfahrungen sammeln. Für die sprachlich und kulturell  interessierten Besucher gab es die Möglichkeit, an englischen Liedern und Spielen teilzunehmen, dem „English tea room“ einen Besuch abzustatten,  etwas über den Schüleraustausch mit Polen, die römische Lebenswelt und Frankreich zu erfahren oder sich die Ausstellung „Heimat –mein Lieblingsort“ anzuschauen. Beim Stöbern in der Schulbücherei hatten die Besucher Gelegenheit, eine erholsame Auszeit zu nehmen.

Im Rahmen des Schulkonzeptes und der pädagogischen Arbeit wurden die Arbeit des Schulsozialarbeiters, des Fördervereins, des Schulelternbeirats, der Schülervertretung und der Weg zum Abitur ausführlich erläutert. Nach so viel Input fürs Gehirn wurde es dann Zeit, sportlich aktiv zu werden. In der Turnhalle fand die „Desert-jungle-mountain-rallye“ statt –  eine Erlebniswelt, bei der durch das gleichzeitige Lösen von Englischaufgaben und dem Überwinden eines Hindernisparcours Körper und Geist gefordert wurden. Beim Waveboardparcours konnten die Gäste zeigen, wie gut ihre konditio-

nellen und koordinativen Fähigkeiten sind.

Eine anschließende Stärkung zum Ausklang des ereignisreichen Vormittages hatten sich sowohl die Besucher als auch die Ausrichter des Tages redlich verdient.

Anmeldewoche an der IGS Betzdorf-Kirchen ist vom 28.01.2019 bis 01.02.2019.


Hier bin ich!“ – IGS-Schüler nahmen an Sebastian Kühns Diakonenweihe teil

M. Schneider


Mit einem deutlichen „Hier bin ich!“ bekundete Sebastian Kühn vor dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, vielen Priestern und Diakonen, zahlreichen Gläubigen, darunter einige Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen am Samstag, den 24.11.2018 in der Pfarrkirche zu Niederfischbach seine Bereitschaft, sich als Diakon in den Dienst Gottes im Bistum Trier zu stellen. Diesen Entschluss bekräftigte Sebastian Kühn, indem er sich vor dem Altar auf den Boden legte, um zu zeigen, dass er sich ganz Gott übereignen will. Er versprach Ehelosigkeit, Gehorsam gegenüber dem Bischof und ein Leben in Bescheidenheit, woraufhin ihm Jörg Michael Peters die Weihe durch Handauflegung spendete. Anschließend legte Sebastian Kühn besondere Gewänder für den Gottesdienst an und bekam vom Bischof das Evangelienbuch überreicht und den Friedensgruß in Form einer Umarmung als Zeichen für die Aufnahme in das neue Amt. Der Weihbischof betonte in seiner Predigt, dass es gegenwärtig alles andere als leicht sei, sich in den Dienst der katholischen Kirche zu stellen, weshalb er Sebastian Kühn für seine Entscheidung lobte. Gleichzeitig mahnte er Sebastian Kühn, der sich das Leitwort „Für die Wahrheit Zeugnis ablegen“ ausgewählt hatte, sein Amt stets in Rückbindung an Gott und im Dienst an und für die Menschen auszuüben, wozu es nicht nur gute Worte, sondern auch gute Taten brauche.

Nach dem Gottesdienst erklärten sich der Weihbischof, der sich sehr über den Besuch der Schülerinnen und Schüler freute, und der strahlende Neudiakon Sebastian Kühn gerne bereit, ein Gruppenfoto mit der Abordnung unserer Schule zu machen. Den nächsten großen Schritt wird der neue Diakon am Pfingstsamstag 2019 (08. Juni 2019) gehen, wenn er im Trierer Dom von Bischof Stefan Ackermann zum Priester geweiht wird. Die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Kolleginnen und Kollegen sicherten ihm bereits zu, dafür gerne nach Trier zu reisen.


„Junges Apollo“ bringt den Schülern der IGS Betzdorf- Kirchen Lessings Ringparabel näher

M. Schneider



In der vergangenen Woche ging es für die gesamte Stufe 10 der IGS zu einer ganz besonderen Theateraufführung. Gemeinsam mit ihren Deutschlehrern machten die Schüler am Donnerstagabend einen Ausflug ins Apollo-Theater nach Siegen. Was sie dort zu sehen bekamen, war jedoch nicht einfach „nur“ ein Theaterstück. Im Projekt „JAp – Junges Apollo“ bekommen junge Menschen aus der gesamten Region die Gelegenheit, ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Für Werner Hahns Jugendstück  „The magic ring“ standen fast 20 junge Talente aus der Umgebung auf der Bühne. Ihre kompletten Ferien hatten sie damit verbracht, ihre Texte zu lernen, ihre Charaktere zu studieren und Bühnenarrangements zu verinnerlichen.  Unter den Darstellern befanden sich auch drei Schülerinnen der IGS Betzdorf – Kirchen, was diesen Theaterabend somit sowohl für die Schauspielerinnen als auch für das Publikum zu etwas ganz Besonderem machte. 

Doch nicht nur die Schauspielkunst der jungen Darsteller begeisterte die Zuschauer. Auch inhaltlich zog das Stück sie durch ihren Aktualitätsbezug in seinen Bann. Eine sehr alte Geschichte, Lessings Ringparabel, wird von Regisseur Werner Hahn in einen zeitgemäßen Kontext gesetzt:

Während eines Ferienprojektes bekommt eine junge Laienschauspielgruppe die Aufgabe, die Ringparabel neu aufzubereiten. Ein Vater vererbt seinem Lieblingssohn einen Ring, der ihn vor Gott und den Menschen angenehm machen soll – wenn er daran glaubt. Er verfügt, dass dieser Ring immer wieder an den geliebtesten Sohn weitergegeben werden solle. Schließlich kann sich ein Vater nicht entscheiden, welcher seiner drei Söhne ihm der liebste ist. Er fertigt Duplikate des Ringes an und gibt jedem seiner Söhne einen Ring. Ein erbitterter Kampf zwischen den Söhnen entbrennt, da jeder der Meinung ist, er habe den wahren Ring.

Doch nicht nur innerhalb der Parabel entsteht ein Kampf. Auch die Laienschauspieler geraten an ihre Grenzen. Zu unterschiedlich sind ihre Charaktere, ihr Ehrgeiz und ihr Bestreben im Mittelpunkt des Stückes zu stehen. Der Konflikt ihrer Theatergeschichte scheint auch für sie Realität zu werden. Wird es der Gruppe am Ende gelingen, ihr Ziel trotz aller Rivalitäten zu erreichen? 

Interessiert und konzentriert verfolgte das junge Publikum die Aufführung ihrer Altersgenossen. Die Zuschauer erlebten einen durch und durch gelungenen Theaterabend, der ihnen eindrucksvoll in Erinnerung bleiben wird.







Oktober


IGS Betzdorf-Kirchen wird „Schule für Demokratie und Partizipation“

Dr. K. Seelbach

  

Die IGS Betzdorf-Kirchen erhielt das Zertifikat „Schule für Demokratie und Partizipation“ im Rahmen des Projektes „Schulen für Demokratie und Partizipation in Europa“, das von den Pädagogischen Landesinstituten Speyer und Oppeln (Polen) durchgeführt wurde.

Das Projekt startete 2017 und verbindet seitdem fünf rheinland-pfälzische und fünf polnische Schulen miteinander. In enger Zusammenarbeit entwickelten die Schulteams Ideen, Schülern Demokratie näherzubringen und Mitsprache in verschiedenen Bereichen des Schullebens zu gewähren. Ein wichtiges Element dabei ist der Klassenrat, der nun in den polnischen Schulen einen genauso festen und wichtigen Platz erhält wie er es in Rheinland-Pfalz bereits hat. Länderübergreifende Unterrichtsprojekte ergänzten die Zusammenarbeit und halfen den Schülern aus beiden Ländern, Neues zu lernen und alte Vorbehalte abzubauen.

Die Leiter dieses Projekts an der IGS, Dr. Uwe Mattusch und Dr. Kirsten Seelbach, schätzen die Zusammenarbeit mit ihren polnischen Partnern an der PSP Stare Budkowice, Norbert Kafka und Katarzyna Chimiak, sehr. „Die gemeinsamen Projekte bereichern den Unterricht und helfen, ein europäisches Verständnis zu schaffen“, erklärte Dr. Mattusch.

Im Oktober 2018 endete die erste Projektphase mit einer internationalen Konferenz in Oppeln, an der Politiker, Lehrer und Schüler teilnahmen. Diskutiert wurde die Frage, ob Demokratie in der Schule wichtig sei. Mit überwältigender Mehrheit stimmten alle Beteiligten dafür, Demokratie in allen Bereichen des Schullebens ernst zu nehmen.

Das Engagement, dass die IGS Betzdorf-Kirchen zusammen mit ihrer Projektpartnerschule PSP Stare Budkowice gezeigt hat, wurde nun mit der Verleihung des Zertifikats belohnt. „Es freut uns gerade in Zeiten, in denen der Zusammenhalt der EU durch nationale Bestrebungen gefährdet ist, ganz besonders, mit diesem Zertifikat ausgezeichnet worden zu sein,“ sagte Dr. Seelbach. Die sehr gute Zusammenarbeit der beiden Schulen wird auch in Zukunft fortgesetzt werden in Form von verschiedenen länderübergreifenden Projekten.



Aufsatzwettbewerb des Deutsch/Japanischen Konsulats 2017/18

S.Laux

 

„Ich freue mich und bin sehr dankbar dafür, dass unsere Schule uns solche Erfahrungen und Chancen ermöglicht und uns darin unterstützt. Es ist wichtig fremde Kulturen kennenzulernen, um ein Verständnis für internationale Zusammenhänge, andere soziale Strukturen und die in diesen lebenden Menschen zu entwickeln. So kann sich das eigene Weltbild verändern und erweitern.“

(Matti Schumacher, Sozialkunde Leistungskurs Stufe 13)

 

Sommer 2017 - die Klausuren sind geschrieben und die Schüler unseres

Sozialkunde LKs, geleitet von Herrn Laux, bereiten sich auf ihre wohlverdienten Ferien vor. Doch Eines erwartet sie noch. In der letzten Schulwoche halten zwei Vertreter des Deutsch/Japanischen Generalkonsulats einen Vortrag über die sozialpolitische Entwicklung Japans zum Abschluss des Themenbereiches „Demografischer Wandel“. Im Anschluss an die Präsentation, durch die wir einen tollen Einblick in die für uns fremde japanische Kultur erhalten, laden die Vortragenden die Schüler ein, an einem vom Deutsch/Japanischen Generalkonsulat organisierten nationalen Aufsatzwettbewerb teilzunehmen. Das Thema lautet: „Wie Japan mein Leben verändert hat- ein Rückblick aus meiner Zukunft“. Zur Einsendung ihres Aufsatzes haben die Schüler zwei Monate lang Zeit. Belohnt werden ab Ende Januar die 16 besten Aufsätze und als Hauptpreis gibt es 2 Reisen nach Japan zu gewinnen. So arbeiten einige unserer interessierten Schüler über die Sommerferien an ihren Aufsätzen und senden diese nach Wiederbeginn der Schule ein. Jetzt heißt es hoffen und warten. Pünktlich in der letzten Woche des Januars erreicht uns die Rückmeldung des Generalkonsulats: Matti Schumacher ist unter den besten 16 Aufsätzen und erhält hierfür eine Einladung in die Residenz des japanischen Generalkonsuls Yoshitaka Tsunoda in Düsseldorf. Also fährt am 20.02.2018 unser Schüler Matti Schumacher in Begleitung von Geschichts- und Lateinlehrer Herr Bauer nach Düsseldorf, um an der Preisverleihung teilzunehmen. Dort werden Reden von Botschaftern und Amtsinhabern im Bereich der internationalen Beziehungen gehalten und den Gewinnern vom Japanischen Generalkonsul zu ihrer erfolgreichen Arbeit gratuliert und Urkunden sowie schreibbezogene Preise verliehen, gefolgt von einem gemeinsamen, traditionell japanischen Essen. Alles in allem hat sich die Arbeit für die Schüler und insbesondere für Matti also überaus gelohnt.



Theaterstück bringt Schülern den Pakt mit dem Teufel nah – Die IGS taucht in das Leben von Goethes Faust ein

T. Oberdries


Am Donnerstag, dem 18.10.2018, war Schauspieler Ekkehart Voigt mit seinem Solotheater „Als Ob“ an der IGS Betzdorf-Kirchen zu Besuch. Im Gepäck hatte er eine nicht ganz leichte Kost: Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ stand auf dem Programm. Der Solokünstler hat die Inszenierung eigens für die Oberstufe konzipiert und es im vergangenen Jahr bundesweit vor über 8000 Schülern gespielt. Die angehenden Abiturienten der Stufe 13 hatten sich in den letzten Monaten im Unterricht intensiv mit der komplexen Tragödie beschäftigt. Wissenschaftler Faust geht einen Pakt mit dem Teufel Mephisto ein und stürzt dadurch sich selbst und seine Geliebte Gretchen ins Unglück. 

Solodarsteller Ekkehart Voigt gelang es, mit herausragender spielerischer Leistung, allen Charakteren Leben einzuhauchen. Der Schauspieler zog die Zuschauer, bestehend aus Schülern und Lehrern der Stufen 11,12 und 13,  ins Stück hinein und gewährte ihnen tiefe Einblicke in Fausts Seele und Mephistos perfide Pläne. Voigt schaffte es dadurch, den Schülern die Tragik des Stückes noch näher zu bringen und erleichterte ihnen den Zugang zur Lektüre.

In einer anschließenden Diskussions- und Fragerunde bekamen die Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit dem Schauspieler auszutauschen. In angenehmer Atmosphäre und mit einem Künstler, der sich die Zeit nahm,  auf alle Fragen und Anmerkungen ausführlich einzugehen, ging die Veranstaltung zu Ende. Jeder der Zuschauer verließ die Aula mit dem Gefühl, Faust ein Stückchen nähergekommen zu sein.


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September


Demokratieerziehung an der IGS Betzdorf-Kirchen – Roadshowmobil informiert 

T. Oberdries


Vom 20. bis 21.09.2018 stattete das Roadshowmobil der IG Metall der IGS Betzdorf- Kirchen einen Besuch ab. Das Roadshowmobil besucht Schulen und Betriebe und informiert dort rund um das Thema „Gewerkschaften“.    Zwei Tage lang ließ es sich auf dem Schulhof der IGS häuslich nieder. Die neugierigen Blicke der Schüler ließen nicht lange auf sich warten und nach kurzer Zeit hielten sich viele Jugendliche am Infostand des Mobils auf. 

Doch nicht nur in den Pausen herrschte dort reger Betrieb. Während der Unterrichtszeit besuchten alle neunten und zehnten Klassen das Roadshowmobil. Bei einem interaktiven Vortrag, den Frau Platzdasch von der IG Metall für die Schüler hielt, erfuhren sie zunächst, was eine Gewerkschaft ist und welche Möglichkeiten diese bietet. Danach ging die Gewerkschafterin konkret auf die Lebenswelt der Schüler ein. Sie lernten, welche Mitbestimmungsmöglichkeiten eine Gewerkschaft für Schüler, Auszubildende aber auch Studierende bietet. Zum Schluss der Veranstaltung wies Frau Platzdach eindringlich darauf hin, wie wichtig es für die Schüler im Einzelnen und die Demokratie im Ganzen sei, von seinem Mitbestimmungsrecht Gebrauch zu machen.  




August


Fünftklässler der IGS starten mit Sonnenschein und guter Laune in die neue Schulzeit

T. Oberdries


Am Dienstag, dem 07.08.2018, begann für vier fünfte Klassen ihr neues Schulleben an der IGS Betzdorf- Kirchen.

Trotz Hitze war die Aula der Schule bereits lange vor dem ökumenischen Einschulungsgottesdienst bis auf den letzten Platz besetzt. Um 9 Uhr ging es dann endlich los. Unter dem Motto „Welcome to the next level“ stimmten die Religionslehrerin Stefanie Pundt und  Pastoralpraktikant Sebastian Kühn die zahlreichen Gäste und vor allem die aufgeregten Fünftklässler behutsam auf die neue Schulzeit ein.

Danach ging es fließend zur Einschulungsveranstaltung über, die mit der musikalischen Eröffnung der Bläserklasse (Leitung Tanja Röhrig) begann. Schulleiterin Betty Berg-Bronnert hieß die Eltern und Schüler herzlich an ihrer neuen Schule willkommen. Ihren Worten schloss sich Nadja Kempf an, die die Einschulungsfeier moderierte. Sie sprach den Kindern Mut zu und wünschte ihnen eine schöne und erfolgreiche Schulzeit. Die folgende Tanzvorführung der „Cool Dancers“ aus der Klasse 6a wurde mit Begeisterung des Publikums belohnt und man konnte förmlich spüren, wie sich die Aufregung der kleinen „Neulinge“ langsam legte. Neugierig verfolgten sie nun die Vorstellung der Klassenleiter. Schließlich war jeder gespannt darauf, wer ihn die nächsten Jahre an der Schule begleitet. Nach  der Vorstellung der Bus- und Zugbegleiter, die die Fünftklässler in den ersten Wochen unterstützen werden, ging es mit rockigen Tönen der Lehrerband weiter.

Traditionsgemäß erfolgte der Ausklang der Einschulung auf dem Sportplatz. Hier ließen die Kinder freudig Luftballons mit ihren ganz persönlichen Wünschen in den strahlendblauen Himmel steigen.

Nach all der Aufregung und den heißen Temperaturen kam die kleine Stärkung des Fördervereins, der Würstchen und Getränke verkaufte, sehr gelegen. Voller Zuversicht und guter Laune beginnt ein neues Jahr an der IGS.