Schuljahr 2018/19

September


Bischof Dr. Georg Bätzing diskutiert mit Oberstufenschülern heikle kirchliche Fragen


Zölibat, Missbrauch, die Rolle der Frau in der Kirche waren unter anderem Thema bei dem „Aula-Gespräch“ der IGS Betzdorf-Kirchen.


Rund 120 Schülerinnen und Schüler der Religions- und Ethikkurse der Integrierten Gesamtschule Geschwister Scholl Betzdorf-Kirchen hatten sich in der Aula am Standort Betzdorf versammelt, um dem Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing auf den Zahn zu fühlen. Sichtlich gut gelaunt betrat Bätzing in Begleitung der stellvertretenden Schulleiterin Simone Löcherbach, des Religionslehrers Matthias Schneider und der beiden Moderatoren Victoria Schmidt und Marcel Schulte den Saal. Er freue sich, hier zu sein, habe er doch selbst in Betzdorf die Schule besucht und das Abitur gemacht. „Das konnte ich also gar nicht ablehnen“, sagte er, auch wenn die Schule nicht in seinem Bistum, sondern im Bistum Trier liege. Die Initiative, den Bischof an die Schule einzuladen, ging von Schülerinnen und Schülern des katholischen Religionskurses der jetzigen MSS 13 aus, die sich im letzten Schuljahr mit dem Wesen und den Aufgaben der Kirche beschäftigten. Dabei entstand die Idee, mit einem hochrangingen Kirchenvertreter zu diskutieren, wofür das neu geschaffene Format der „Aula-Gespräche“ geradezu perfekt war.

Die Moderatorin Victoria Schmidt, Schülerin der MSS 13, stellte ihm gleich zu Beginn die „Gretchenfrage“: „Was fasziniert Sie am Glauben?“ und: „Wollten Sie immer schon Priester werden?“ Bätzing bejahte beides und führte als Gründe für seine frühe Begeisterung die heilige Messe, die Heilige Schrift und das Leben Jesu an. Nach Jahrzehnten des priesterlichen Wirkens könne er sagen, diesen Schritt nie bereut zu haben, auch wenn es nicht immer einfach gewesen sei. Victoria Schmidt wollte wissen, ob dazu auch Zweifel an Gott gehörten. Der Bischof erzählte, dass einer seiner Neffen bei einem Verkehrsunfall sein junges Leben verloren habe. Es gebe auf solche Ereignisse keine klaren Antworten. Da sei auch er nicht der Experte gewesen, sondern ein Trauernder, der ebenso verzweifelt gewesen sei wie die übrigen Familienmitglieder. Aber die Existenz Gottes habe er nie in Zweifel gezogen.

Persönlich, aber zugleich auch weltkirchlich ging es weiter, als Marcel Schulte, ebenfalls Schüler der MSS 13, die Ökumene ansprach. Hier gab der Bischof ebenfalls ein biographisches Beispiel: „Ich habe bis zum dritten Schuljahr gebraucht, um überhaupt zu bemerken, dass es in meinem Dorf Evangelische gibt“, sagte er. Bis dahin seien die Schulen noch konfessionell getrennt gewesen. „Ich möchte, dass wir uns auf die Einheit der Christen weiter zubewegen“, gab er seinem Wunsch Ausdruck. Gerade die Gespräche mit evangelischen Christen haben dazu beigetragen, das eigene Profil geschärft zu haben. Auf die Frage, warum man dann nicht gemeinsam das Abendmahl feiern könne, denn da werde die Trennung doch am deutlichsten, antwortete der Bischof mit einem Zeitvergleich. Schließlich blicke man auf 500 Jahre Trennungsgeschichte. „Wenn Sie mal überlegen, was in den letzten 50 Jahren alles möglich geworden ist...“

Mehrfach verwies Bischof Dr. Bätzing auch auf die Weltkirche, die sich nur langsam bewege. Während man in Deutschland mit der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals vergleichsweise weit sei, hätten andere Länder damit noch nicht einmal begonnen. „Die Opfer tragen ihr ganzes Leben daran, und es hat immer auch etwas mit Machtmissbrauch zu tun“, sagte Bätzing zur größten Krise seiner Kirche. Es sei erschütternd, was alles zutage gefördert worden sei, und wie erschreckend sei es, dass Kirche offenbar nicht sicher sei für junge Menschen. „Wir müssen alles daran setzen, dass Kirche sicher ist für junge Menschen“, fügte er hinzu und nannte viele Initiativen, die es jetzt gebe. Auch lasse sich die Kirche extern beraten. Er räumte auch ein, dass die bekannt gewordenen Fälle womöglich nur das „Hellfeld“ seien und das „Dunkelfeld“ viel höher sei.

Als weitere kritische Themen sprachen Victoria Schmidt und Marcel Schulte auch das Verhältnis zum Islam, Homosexualität und Kirche, Zölibat und Frauen im Priesteramt sowie in Leitungsfunktionen an. Er räumte ein, dass der Ausschluss der Frauen vom Priesteramt „in unserem Land wohl die kritischste Frage ist“, denn sie berühre die Geschlechtergerechtigkeit elementar. Dabei verwies der Bischof darauf, grundlegende Veränderungen nicht alleine oder innerhalb Deutschlands beschließen zu können, denn die katholische Kirche sei eine Weltkirche.

Am Ende der Veranstaltung überreichte Matthias Schneider dem Bischof noch einen Präsentkorb im Namen der Schule, in dem sich unter anderem ein Siegerländer Schwarzbrot befand. Mit dem Hinweis, dass er nun zwei Schwarzbrote, eines davon selbst gekauft, mit nach Limburg nehme, bedankte er sich herzlich bei den Schülerinnen und Schülern, der Schule und ganz besonders bei den Moderatoren, die ihren Job hervorragend gemacht haben.




August


Einschulung der neuen 5. Klassen an der

IGS Betzdorf/Kirchen Geschwister Scholl


Am Dienstag, dem 13.08.2019, war wieder ein großes Ereignis für zahlreiche Schülerinnen und Schüler der neuen Klassen 5. Über 100 Kinder wurden an der IGS willkommen geheißen. Die Kinder und Ihre Begleitung, Eltern und Großeltern, füllten schnell die ganze Aula der Schule.

Um 9:oo Uhr feierten alle Anwesenden einen Ökumenischen Wortgottesdienst, zusammen mit den neuen Klassenleitern und zahlreichen Schülern der 6. Klasse, die diesen mit ihren Religionslehrern Frau Pundt und Herrn Hirz vorbereitet hatten. Das Thema des Gottesdienstes „Brich auf in eine neue Zeit“ in Anlehnung an die Abrahamsgeschichte der Bibel führte die Gottesdienstbesucher in den neuen Lebensabschnitt an der weiterführenden Schule ein.

Danach durften die Kinder und ihre Begleiter die künftigen Klassenzimmer besichtigen und erhielten von den Klassenleitern wichtige Informationen.

Die anschließende Einschulungsfeier in der Aula wurde von der Bläserklasse der Stufe 6 Un­ter der Leitung von Christian Normann eröffnet. Die jungen Musiker, die erst seit einem Jahr ein neues Musikinstrument erlernen, meisterten ihren Auftritt mit Bravour und erhielten ver­dienten Applaus.

Die Schulleiterin, Frau Berg-Bronnert, begrüßte die Schüler/innen mit dem Motto des Schul­jahres 2019/20 „Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es noch einmal zu versuchen“ von Thomas Edison. Damit machte sie den Kindern Mut, einen neuen Versuch zu starten, wenn etwas nicht gleich gelingt.

Danach begrüßte die Stufenleiterin 5/6, Frau Höck, die Anwesenden. Mit einem Rückgriff auf Abraham, der im Vertrauen auf Gott einen neuen Weg eingeschlagen hatte, löste sie die eventuell noch vorhandene Anspannung und machte Mut für die neue Schule.

Nach der Vorstellung aller Klassenleiter und einem Überblick über das Programm der näch­sten Tage sorgte die Rockband der Schule für einen furiosen Ausklang der Feier. Auch sie wurde für ihren mitreißenden Auftritt mit viel Applaus bedacht.

Im Anschluss stellte Herr Spornhauer den Kindern einige Zug- und Busbegleiter vor, die ih­nen an den ersten Schultagen den Nachhauseweg erleichtern sollten.

Als Höhepunkt der Veranstaltung trafen sich alle auf dem Sportplatz, wo bunte Luftballons die Wünsche der Kinder und ihrer Begleiter  für die Schulzeit an der IGS in den Himmel tru­gen.

Zur anschließenden wohlverdienten Stärkung hielten die Vorstandsmitglieder des Förderver­eins kleine Snacks und Getränke zum Verkauf bereit.

Die letzten beiden Unterrichtsstunden verbrachten die Kinder in ihren Klassen, um die neuen Klassenkameraden und Lehrer kennenzulernen. Um 13:00 Uhr endete der erste Schultag und die neuen Schüler/innen der IGS traten mit ihren Zug- und Busbegleitern den Heimweg an.


 

 

 

 




Spendenaktion der IGS Betzdorf-Kirchen


Die Abiturient*innen der IGS Betzdorf-Kirchen – Geschwister Scholl spendeten 944,01 Euro an die Freunde der Kinderkrebshilfe Gieleroth. Die Hauptorganisatoren des Sozialprojekts der Jahrgangsstufe waren Anna Koch, Marta Jankowski und Salome Weckerlein. Sie erwirtschafteten den Großteil der Summe durch Kuchenverkäufe bei Schulveranstaltungen. Ein erheblicher Anteil kam durch eine zusätzliche Spendensammlung beim Gottesdienst im Rahmen der Abiturfeierlichkeiten dazu.

Zur offiziellen Übergabe der Spendensumme statteten Leon Loos (Kassierer der Jahrgangsstufe) begleitet von Martin Walter (MSS-Leiter der Schule) einen Besuch bei den Vereinsgründern Jutta und Ulli Fischer (1. Vorsitzende und 1. Schriftführer des Vereins) ab. Bei dieser Gelegenheit informierte das Ehepaar über die Entstehung und über die Aufgaben des Vereins. Vor ca. 25 Jahren organisierten sie als Benefizveranstaltung erstmals ein kleines Dorffest mit Fußballturnier. Daraus hat sich mittlerweile ein jährlich stattfindendes Sommerfest entwickelt, das von tausenden Menschen besucht wird. Hauptaufgabe des Vereins ist die Unterstützung von krebs- und schwerstkranken Kindern. Im Vordergrund steht dabei der direkte finanzielle und persönliche Beistand bei den kranken Kindern und ihren Familien. Darüber hinaus wird eine Vielzahl an Einrichtungen für kranke Kinder finanziell unterstützt. Durch Einnahmen des Sommerfestes und weiterer Aktionen ist es möglich, dass alle Spenden zu hundert Prozent bei bedürftigen Familien und Einrichtungen ankommen. Das nächste Sommerfest findet am 25. August am Sportplatz in Berod statt. Weitere Informationen zu den Freunden der Kinderkrebshilfe Gieleroth e.V. finden auf der Homepage des Vereins unter www.kkhg.de.




Juni


Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen und der Zespol Szkol Gogolin begegnen sich seit 15 Jahren


Dr. K. Selbach


Zum 15. Jubiläum des Schüleraustauschs der IGS Betzdorf-Kirchen mit der Zespol Szkol Gogolin besuchten 25 Schülerinnen und Schüler mit den Lehrern Dr. Uwe Mattusch, Matthias Schneider und Dr. Kirsten Seelbach die Partnerschule in Polen.

Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein verbrachten die Schüler eine tolle Woche bei ihren Gastfamilien. Die polnischen Partner stellten ein abwechslungsreiches Programm zusammen, in dem für jeden etwas dabei war.

In Tarnowskie Góry besuchten die deutschen und polnischen Schüler die historische Silbermine, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und als Schaubergwerk Besuchern zugänglich ist. Bereits hier erlebten die Schüler eine kurze Bootstour unter Tage. Im Anschluss ging es zum Schwarze-Forelle-Stollen, einem der Entwässerungsgräben für die Silberminen. Dort fuhren alle fast einen Kilometer weit unterirdisch mit dem Boot – ein einzigartiges Erlebnis!


In der alten Königsstadt Krakau besichtigten die 50 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die Burg Wawel, frühere Residenz der polnischen Könige. Die restaurierten Renaissance- und Barockräume mit der weltweit größten Sammlung von Arras-Tapisserien beeindruckten die Schüler ebenso wie die schöne Altstadt mit ihren historischen Gebäuden.

 

 

 

 


Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Ob bei einem Besuch im Freizeitbad oder beim Shoppen in Krakau und Oppeln: Die deutschen und polnischen Schüler hatten viel Spaß zusammen. Das traditionelle Grillen mit (traditionell von der IGS verlorenem) Fußballspiel rundete eine wunderbare Woche in Gogolin ab

Die Verabschiedung von den polnischen Austauschschülerinnen und -schülern fiel den deutschen Jugendlichen sichtlich schwer. Umso größer ist die Freude auf das nächste Jahr, wenn eine Schülergruppe aus Gogolin die IGS Betzdorf-Kirchen besuchen wird.


 


IGS Betzdorf-Kirchen feiert Sebastian Kühns Priesterweihe mit


Es war ein Ereignis, das Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und die Lehrerinnen und Lehrer der Integrierten Gesamtschule Geschwister Scholl Betzdorf-Kirchen wahrscheinlich so schnell nicht wieder erleben werden: die Priesterweihe eines Lehrers und Kollegen. Am frühen Morgen des Pfingstsamstags machten sich mehr als 20 Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer der Schule gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern sowie Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach auf den Weg nach Trier, wo Bischof Dr. Stephan Ackermann im Hohen Dom den Diakon Sebastian Kühn in einem festlichen Pontifikalamt zum Priester weihte. Dabei wurden Sebastian Kühn, derzeit noch in der Pfarreiengemeinschaft Niederfischbach-Mudersbach und an der IGS Betzdorf-Kirchen tätig, die Hände des Bischofs und aller anwesenden Priester aufgelegt, er wurde mit Chrisam gesalbt, bekam eine Hostienschale und einen Kelch überreicht und ein Messgewand angelegt. All dies sind Zeichen dafür, dass er nun Priester der katholischen Kirche im Bistum Trier ist. Der Neupriester, der sich als Primizspruch das Wort aus dem Glaubensbekenntnis „Für uns Menschen und zu unserem Heil“ wählte, worauf Bischof Stephan Ackermann in seiner Predigt auch einging, betrat nach dem Gottesdienst freudestrahlend den Innenhof des Priesterseminars, wo ein Empfang stattfand. Dabei ließ es sich die IGS Betzdorf-Kirchen nicht nehmen, das Wirken des Lehrers und Kollegen in den vergangenen zwei Jahren zu würdigen, ihn zur Priesterweihe zu beglückwünschen und ihm alles Gute für sein Wirken als Priester zu wünschen. Im Spätsommer 2019 wird er die sogenannte Triersche Insel verlassen und seine erste Kaplanstelle in der Eifel antreten. Nach der Dankandacht in der Trierer Jesuitenkirche und dem Primizsegen, den Sebastian Kühn jedem Anwesenden spendete, brach die Reisegruppe fröhlich und beeindruckt von den Erlebnissen des unvergesslichen Tages die Heimreise an.








Mai


Landrats-Kandidaten diskutieren an der IGS Betzdorf-Kirchen


Dr. Peter Enders MdL (CDU) und Andreas Hundhausen (SPD) kandidieren für die Wahl zum Landrat des Kreises Altenkirchen und stellten sich an der IGS Betzdorf-Kirchen den kritischen Fragen der Erstwähler der Stufen 11 und 12. Dr. Peter Enders (*1959), seit 1999 Mitglied des Kreistags, und Andreas Hundhausen (*1985), seit 2014 Stadtbürgermeister von Kirchen und Mitglied des Kreistags, können beide auf große Erfahrungen in der Kommunalpolitik zurückgreifen.

Die Schülersprecher Micha Haubrich und Marcel Schulte moderierten souverän und professionell die zweistündige Veranstaltung, in der die beiden Kandidaten feststellten, dass die Schülerinnen und Schüler sich gut vorbereitet hatten. Die Themenbereiche umspannten die Schulpolitik, die Jugendpolitik und das Gesundheitswesen, aber auch Abfallwirtschaft, energetische Versorgung und Haushaltspolitik. Sowohl Dr. Enders als auch Hundhausen mussten sich zu detaillierten Fragen zu so unterschiedlichen Gebieten wie der Parkplatzsituation an der IGS Betzdorf-Kirchen, dem Transport von Biomüll über die Kreisgrenzen hinweg und der Bindung junger Menschen an den Kreis Altenkirchen äußern.

Natürlich hatte auch das Thema „ärztliche Versorgung“ seinen Raum. Beide Kandidaten waren sich einig, dass die Zukunft den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) gehört. Das geplante Medizinstipendium des Kreises wurde ebenfalls von beiden als positiv gesehen. Hundhausen stellte aber heraus, dass auch die Ausbildung von Pflegekräften nicht zu kurz kommen dürfe.

Neben den Moderationsrunden wurden auch interessierte Fragen aus dem Publikum gestellt. Insbesondere das Thema der „Fridays for future“-Kundgebungen entfachte eine angeregte Diskussion. Dr. Peter Enders betonte, dass er die Demonstrationen für sinnvoll halte, allerdings nur außerhalb der Schulzeit. Er bemängelte außerdem, dass die Teilnehmer an den Kundgebungen keine konkreten Vorschläge für Verbesserungen im Sinne des Klimaschutzes machten. Andreas Hundhausen widersprach, da gerade die im Bundestag diskutierte CO2-Steuer eine Anregung aus den „Fridays for future“-Kundgebungen sei. Er unterstütze die Teilnehmer an den Kundgebungen und fordere, die Anliegen sehr ernst zu nehmen.

Gefragt, was die konkreten Projekte für die ersten 100 Tage im Amt als neuer Landrat seien, erklärte Hundhausen, dass er vor allem die Ticketpreise im ÖPNV senken möchte und die ersten „Pflöcke einschlagen“ werde für die kommende Amtszeit. Dr. Enders erklärte, dass in den ersten 100 Tagen zunächst Zeit für eine Bestandsaufnahme und intensive Gespräche mit den Abteilungsleitern der Kreisverwaltung sei.

Die Podiumsdiskussion war gleichzeitig der Auftakt der neuen Reihe „Aula-Gespräche“, die die Arbeitsgruppe „Demokratiebildung“ ins Leben gerufen hat. In unregelmäßigen Abständen sollen Vertreter ganz unterschiedlicher Gruppen wie Sozialverbände oder IHK den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort stehen.

 

 


















März/April


Landesfinale der Chemieolympiade „Chemie die stimmt“

T. Peck


Am 20. März wurden bundesweit die Landesrunden der Chemieolympiade „Chemie die stimmt“ ausgetragen. Mit dabei waren auch sechs Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse von der IGS Betzdorf-Kirchen. Ende des vergangenen Jahres hatten sich Lya Mester, Silas Schramm, Vanessa Steinel, Jana Wilwerscheid, Pauline Braas und Milena Dahl in der 1. Runde des Wettbewerbes einen von 30 Plätzen für die Landesrunde erkämpft.

Anstatt, wie ihre Mitschüler den freien Tag zu genießen (an diesem Tag wurden die mündlichen Abiturprüfungen durchgeführt) ging es für die Gruppen früh morgens nach Frankfurt, wo die 2. Runde des Wettbewerbes ausgetragen wurde. Über einen Zeitraum von 3 Stunden wurde dort von allen Teilnehmern eine Klausur geschrieben, die darüber entscheiden sollte, wer in die nächste Runde einziehen darf. Die unterschiedlichen Aufgaben beinhalteten unter anderem Fragen zum idealen Gasgesetz, der Analytik, sowie der Säure-Basen- und Redoxchemie.

Nach der Klausur ging es bei strahlendem Sonnenschein in die „Experimenta“, einem Museum innerhalb von Frankfurt. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche naturwissenschaftliche Gesetze anhand von unterschiedlichen interaktiven Experimenten erproben, bevor es gegen Abend zurück zur Preisverleihung ging. Leider schaffte keiner der Schülerinnen und Schüler der IGS den Schritt in die 3. Runde. Dennoch können alle sechs Teilnehmer der IGS Betzdorf-Kirchen zurecht stolz auf sich sein, haben sie doch neben den zahlreichen Gymnasiasten als einzige Schüler einer IGS die Landesrunde erreicht. Und wer weiß was sie mit ihren gewonnenen Erfahrungen noch alles erreichen werden.




Spezialisten im Regenwald? - Die Bio-LKs forschen in der Kölner Zoo-Schule


Am Dienstag, den 12.03.2019 machten sich die beiden Bio-Leistungskurse der 12. Jahrgangsstufe auf den Weg nach Köln in die Zoo-Schule.

Nachdem im Unterricht bereits alle grundlegenden Themen der Ökologie besprochen wurden, sollten unsere Schülerinnen und Schüler nun selbst in die Rolle eines Biologen/Zoologen schlüpfen, um ihr Wissen nun auch einmal haut- und tiernah anwenden zu können.

Zunächst wurde das Vorwissen gemeinsam aufgefrischt und um den Faktor des Ökosystem des tropischen Regenwaldes ergänzt, um dann in einem ersten Zoo-Rundgang einige Tiere des Regenwaldes kennen zu lernen. Nachdem unsere Schülerinnen und Schüler erste Bekanntschaften mit Ameisenbär, Tapir und Co. gemacht haben, konnten sie sich in eigenen zoologischen Studien versuchen. So beobachteten sie in Kleingruppen verschiedene Tiere und entschieden, ob die Regenwaldbewohner stark auf ihre Umwelt spezialisiert sind. Abschließend stellten die verschiedenen Forschungsteams ihre Ergebnisse vor der Gruppe vor und ordneten einer jeden untersuchten Art einen Spezialisierungsgrad zu.

 

 

 


 

 



Europa-Tag an der IGS Betzdorf-Kirchen


 

Im Rahmen des Gesellschaftslehreunterrichtsthemas „Europa“ besuchte Heijo Höfer MdL die Jahrgangsstufe 9 der IGS Betzdorf-Kirchen

Seit 10 Jahren ist Höfer, der bis 2016 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen war und seit 2016 Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags ist, Mitglied des europäischen Ausschusses der Regionen (AdR). Höfer berichtete von seiner Tätigkeit in Brüssel. „Der AdR ist die Stimme der Regionen und Kommunen in Europa,“ erklärte er. Der Ausschuss der Regionen, gegründet vor 25 Jahren, wahrt die Interessen der kommunalen Familien in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Er berät die Kommission in allen Belangen, die die Regionen angehen. „So kommt Europa auch bei uns im Kreis Altenkirchen an: Der AdR berät über die Umsetzbarkeit von europäischen Richtlinien.“

Die Neuntklässler stellten interessierte Fragen zu aktuellen Themen der Europapolitik. Besonders der umstrittene Beschluss zur Urheberrechtsreform führte zu lebhaften Diskussionen. Die von Konzernen wie YouTube oder Facebook gestreuten Meldungen, Uploadfilter würden die Freiheit des Internets unzulässig einschränken, wusste Höfer schnell zu entkräften: „Es gibt doch bereits Uploadfilter, die verhindern, dass verbotenes Material hochgeladen wird.“ Zudem betonte er, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei und das Urheberrecht schon viel länger Bestand habe als die Möglichkeit, Medien im Netz zu verbreiten.

Auch zum Brexit entstand eine Diskussion, in der das Unverständnis für das britische Handeln zum Ausdruck kam. Im Ergebnis war man sich einig, dass das Ausscheiden des Vereinigten Königreiches ein Verlust für beide Seiten sei.

Am Ende der Diskussionsrunde waren die Schüler begeistert, einen Ansprechpartner für die oft so fern erscheinende Europapolitik kennengelernt zu haben. Der Europa-Tag wird sicherlich nicht zum letzten Mal an der IGS Betzdorf-Kirchen stattgefunden haben.



Die Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen unterstützen Paul

 

Paul ist seit einer plötzlichen und seltenen Krankheit querschnittsgelähmt. Als die Schülerschaft der IGS Betzdorf-Kirchen von dem Schicksal des Grundschülers aus Bruche erfuhr entschloss sie sich zu helfen. Die Schüler erarbeiteten im Zuge der Aktion "Schüler helfen" an einem schulfreien Tag 3575 Euro um Paul und seiner Familie zu helfen. Letzte Woche übergaben die Schülersprecher Denise Zöller und Linus Pfeiffer im Namen der gesamten Schülerschaft das Geld an Paul und seine Familie weiter. Die Familie hatte die Schüler nach Hause eingeladen und freute sich riesig über die Geldspende und die große Hilfsbereitschaft. Aber auch die beiden Mitglieder der Schülervertretung sind beeindruckt von der ganzen Familie, bewundern ihre Stärke und ihren Zusammenhalt und sind froh, dass die Schüler der IGS sie etwas unterstützen können.



Klassenfahrt der Klassen 9b und 9d führte nach Hamburg



„Hamburg, meine Perle“ hieß es für 54 Schülerinnen und Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen, die im Rahmen der Stufenfahrt der Klassen 9 die schöne Stadt an der Elbe besuchten.

Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten die Neuntklässler die alte Hansestadt zusammen mit den Begleitlehrern Dirk Wagner, Sandra Rösler, Julia Schmidl und Dr. Kirsten Seelbach. Natürlich durfte eine Stadtrundfahrt mit Stopps an den Wahrzeichen der Stadt – z.B. „Michel“ (St. Michaelis) und Elbphilharmonie – ebenso wenig fehlen wie ein Besuch im Hamburg Dungeon, das die gruseligen Seiten der langen Hamburger Stadtgeschichte zeigt.

Der Heidepark Soltau war ebenfalls Ziel der beiden Klassen und bot mit den vielen Attraktionen einen ganzen Tag lang Vergnügen.

Auf Wunsch beider Klassen besuchten die Schüler auch die Gedenkstätte im Konzentrationslager Neuengamme. Beeindruckt waren die Schüler von der Größe des Lagers und den in der Ausstellung gezeigten Erinnerungsstücken an Opfer des Nationalsozialismus, die in Neuengamme ermordet worden waren.

Den Abschluss der fünftägigen Fahrt bildete ein gemeinsames Abendessen im Hard Rock Café an den Landungsbrücken. Die Neuntklässler waren sich einig, dass sich die Stufenfahrt nach Hamburg absolut gelohnt hat.



„Ein Ticket für Deine Lebensreise“ - Zehntklässler der IGS Betzdorf-Kirchen bereiteten ihren Abschlussgottesdienst vor


 

Die Feier eines Gottesdienstes anlässlich der Entlassung der Schülerinnen und Schüler mit Berufsreife und Mittlerer Reife hat an der IGS Betzdorf-Kirchen eine lange Tradition. So machten sich auch in diesem Jahr 29 Schülerinnen und Schüler mit ihren Religionslehrern Nina Cherouny-Kroll, Martin Haßler und Matthias Schneider sowie dem Musiklehrer Christian Normann auf den Weg in das Haus „Arche Noah Marienberge“ in Katzwinkel-Elkhausen. Mit Assoziationen zu ihrem Abschluss und der Lektüre ausgewählter Bibeltexte verständigten sich die Schülerinnen und Schüler schnell auf den Anfang des 12. Kapitels des Buches Genesis, wo von Abrahams Auszug aus seinem Vaterland erzählt wird. Der Aspekt des Verlassens, aber auch der Segen Gottes und das Segen-Sein für andere sprach die Schülergruppe sofort an, weshalb sie es in ihrem Abschlussgottesdienst thematisieren wollten. Auf dieser Basis entwickelten sie die Idee, dass das Zeugnis eine Art „Ticket“ für die nun beginnende Lebensreise außerhalb der IGS sein könnte. Ähnlich wie bei Abraham führt dieses Ticket bei manchen zum zeitnahen Verlassen des Elternhauses. Dabei sind sich die Jugendlichen sicher, dass sie auch weiterhin von ihren Eltern, Verwandten und Freunden unterstützt werden und so Segen erfahren, aber auch Segen für andere sein können. In verschiedenen Gruppen arbeiteten die Jugendlichen intensiv und kreativ das Thema auf, unter anderem in Gebeten, Fürbitten, einem Rollenspiel und den passenden Liedern, die von der Schulband geprobt wurden. Ein großer Ticketautomat, Tickets für die Reise, Koffer samt Etiketten und einiges mehr waren die Ergebnisse der parallel arbeitenden Dekorationsgruppe.

Neben dieser Arbeit während der drei Tage in Elkhausen kamen aber auch Spiel und Spaß nicht zu kurz. Das Highlight schlechthin war eine Nachtwanderung am letzten Abend, die mit einem Lagerfeuer mit Stockbrot und gemeinsamem Singen ausklang. Positiv blickten die Schülerinnen und Schüler am Ende auf diese Orientierungstage zurück und freuen sich nun auf ihren Abschluss und den Abschlussgottesdienst im Juni 2019.


Die IGS Betzdorf-Kirchen sorgt für klare Sicht beim Feiern

S. Damnitz, Dr. C. Deitersen

 


Dieses Jahr wurde das Präventionskonzept unserer Schule um einen Wettbewerb bereichert. Das Programm „klar bleiben – Feiern ohne Alkoholrausch“ des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung richtet sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und höher. Ziel war es, vier Wochen lang auf Rauschtrinken zu verzichten und den eigenen Alkoholkonsum zu reflektieren.

Vier Kurse der Jahrgangsstufen 11 und 12 ließen sich auf dieses Experiment ein. Zu Beginn wurden die Themen Rauschtrinken sowie Risiken und Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum erarbeitet. Im Rahmen von Gruppendiskussionen wurden Erfahrungen ausgetauscht. Es wurde dabei betont, dass das Trinken von Alkohol als riskant anzusehen ist, wenn zu viel oder zu schnell getrunken wird, ebenso wenn aufgrund von Gruppenzwang, zur Bewältigung von negativen Emotionen oder bspw. in Verbindung mit dem Straßenverkehr Alkohol konsumiert wird.

Die Initiative „klar bleiben – Feiern ohne Alkoholrausch“ wird durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, sowie durch „Alkohol? – Kenne dein Limit“ und den Verband der Privaten Krankenversicherung gefördert. Die Präventionsbeauftragten der Schule Sandra Rösler und Svenja Damnitz organisierten und koordinierten die Teilnahme der IGS Betzdorf-Kirchen am Programm.

Jedes Kursmitglied setzte sich ein „klar bleiben“-Ziel und unterzeichnete einen Klassenvertrag. Wöchentlich wurde eine Rückmeldung gegeben, ob die Schülerinnen und Schüler auf riskanten Alkoholkonsum verzichtet haben. Als Erfolg wurde gezählt, wenn mindestens 90 Prozent eines jeden Kurses kein riskantes Trinkverhalten praktizierten. Erfreulicherweise schafften es alle Kurse, dieses Ziel zu erreichen und qualifizierten sich somit für eine Verlosung. Zu gewinnen gab es unter anderem einen Gutschein über 1000 Euro. Alle Kurse erhielten für die erfolgreiche Teilnahme eine Urkunde. Der Physik-Leistungskurs von Dr. Christian Deitersen konnte sich sogar über ein Preisgeld von 100 Euro freuen.

  




„Viel Lärm um Nichts“ an der IGS Betzdorf-Kirchen

Dr. K. Seelbach

 

 

 

 

 

Nach einem Jahr intensiver Proben rückt die Premiere des neuen Stücks der Theater-AG der IGS Betzdorf-Kirchen näher.

Am 03. und 04. April 2019 wird William Shakespeares Komödie „Viel Lärm um Nichts“ jeweils um 18 Uhr in der Aula am Standort Betzdorf aufgeführt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind sehr willkommen.

„Viel Lärm um Nichts“ erzählt die Geschichte des Besuchs des Prinzen von Aragon, Don Pedro, bei Leonato, Fürst von Messina, und dessen Familie. Begleitet wird der Prinz von einem großen Gefolge – nicht zuletzt von seinem gelangweilten, intriganten Halbbruder Don Juan. Leonatos Tochter Hero und Don Pedros Gefolgsmann Claudio verlieben sich in einander, doch die ganze Harmonie scheint zu viel für Don Juan. Wird es am Ende eine Hochzeit geben?

Die insgesamt 24 Darsteller kommen aus den Jahrgangstufen 7 bis 13. Auch wenn der Name Shakespeare zunächst etwas Ehrfurcht auslöste, stellten alle schnell fest, dass auch eine 400 Jahre alte Komödie heute noch sehr lustig ist. „Die Charaktere waren den Schülern schnell vertraut“, verrät Dr. Kirsten Seelbach, die Leiterin der AG.

Neben den Proben entstand auch das Bühnenbild unter der Leitung von Angela Holzhauer und Charlotte Gösser. Die Kostüme wurden zum Teil ebenfalls von den Darstellern erstellt.


Dezember


9d besucht das Dunkelcafé Siegen

Dr. K. Seelbach


Die Klasse 9d der IGS Betzdorf-Kirchen besuchte das Dunkelcafé Siegen. Die Schüler waren sehr gespannt auf das, was sie erwartete.

Der Gründer des Dunkelcafés, Jan Meyer-Krügel, begrüßte die Klasse und erklärte zunächst einmal, was das Dunkelcafé ist und wie es zu seiner Gründung kam. Meyer-Krügel verlor sein Augenlicht und seine rechte Hand nach einem Unfall, was ihn vor die Herausforderung stellt, vieles neu zu lernen. Gerade diese Biographie ermöglicht es ihm, Schülern sehr persönlich und beeindruckend zu erläutern, was Blindsein bedeutet. Seine humorvolle Art nahm den Schülern schnell die Scheu.

Doch als es dann zum Kuchenessen im Dunkeln ging, wurde es einigen doch mulmig zumute. Die ungewohnte vollkommene Dunkelheit ließ selbst einfache Aufgaben wie eine Gabel unfallfrei zum Mund zu führen zu einer großen Herausforderung werden. Erst jetzt wurde allen bewusst, wie sehr man sich auf das Sehen verlässt.

Die Erläuterungen, Spielszenen und Anekdoten im Programm zogen die 9d völlig in ihren Bann. Am Ende des Vormittags waren sich die Schüler einig, dass der Besuch im Dunkelcafé eine tolle Sache war.



Schulsieger im Vorlesewettbewerb der Jahrgangsstufe 6 ermittelt  
Tanja Röhrig

   

Am 10. Dezember 2018 versammelte sich die gesamte Jahrgangsstufe 6 der IGS Betzdorf-Kirchen Geschwister Scholl zum Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs des deutschen Buchhandels 2018 in der Aula. Die über einhundert Schülerinnen und Schüler wollten nun noch einmal gemeinsam den Lesevorträgen der ermittelten Klassensieger lauschen.    
   Bereits im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6a, 6b, 6c und 6d einen klasseninternen Sieger im Deutschunterricht ermitteln können. Dabei ging es um eine ganze Palette relevanter Lesekriterien wie angemessenes Lesetempo und eine adäquate Lautstärke, flüssiges, deutliches und sinnerfassendes Lesen, aber auch um die Textgestaltung allgemein, welche sich durch die richtige Betonung einzelner Wörter oder Passagen auszeichnet.    
   Unterstützt von den Jubelrufen ihrer Mitschüler und in angenehmer Leseatmosphäre mit Lesesessel und Leselampe lasen die vier Kandidaten Emilia Moritz (6a), Jari Verhoef (6b), Jonas Grindel (6c) und Luis Jungk (6d) einen selbst gewählten Buchausschnitt sowie einen unbekannten Textausschnitt in der vollbesetzten Aula.   

Neben spannenden Alien-Geschichten wie „Die drei ??? Kids – Das außerirdische Buch“ von Ulf Blanck kam ebenso Lustiges wie „Die Känguru-Chroniken: Ansichten eines vorlauten Beuteltiers“ von Marc-Uwe Kling zum Vortrag und dementsprechend war die Bandbreite der vorgestellten Werke erstaunlich groß. Hierbei wurde allen Zuhörern noch einmal bewusst, dass Bücher alles andere als verstaub und langeilig sind, man muss sich nur die Zeit nehmen, sich in sie zu vertiefen.

Die Jury setzte sich an diesem Wettkampftag ebenfalls aus einer bunten Mischung zusammen. So waren als „Profi“-Jury-Mitglieder des Fachbereichs Deutsch Frau Heidrun Burt und Frau Sigrid Fielauf anwesend, die Schülervertretung übernahm Jennifer Dino (Jgst. 12) und eine zusätzliche Unterstützung bei der Bewertung der Kandidaten stellte Frau Annika Diederich als außerschulisches Mitglied der Buchhandlung MankelMuth in Betzdorf dar. An dieser Stelle noch einmal ein recht herzliches Dankeschön für das Engagement der Jurymitglieder.


Diese bewerteten in der ersten Runde jeden Leser auf der Basis des Ausschnitts aus der selbst gewählten Lektüre, anschließend ging es um den unbekannten Textauszug. Die alles entscheidende zweite Leserunde war das Zünglein an der Waage, denn vor allem hier kommt es darauf an, dem fremden Text Leben einzuhauchen und damit die Zuhörerinnen und Zuhörer zu begeistern.

Mit einem insgesamt überzeugenden Lesevortrag in beiden Runden konnte sich nach hartem Wettkampf schließlich Luis Jungk (6d) als Schulsieger behaupten. Bei der anschließenden Siegerehrung erhielten dann alle Klassensieger für ihre großartige Leistung eine Urkunde und einen von der Buchhandlung MankelMuth gestifteten Buchpreis. Luis Jungk darf darüber hinaus im Februar sein Können auf Kreisebene unter Beweis stellen. Dafür drücken wir ihm jetzt schon ganz fest die Daumen!


 

 


Schüler der IGS wollen mit Päckchen für die Aktion „KINDER HELFEN KINDERN!“ Freude bringen

Christine Kohlhaas


Wie schon im vergangenen Jahr haben sich auch im Herbst 2018 wieder zwei Schulklassen der IGS Betzdorf/Kirchen mit Eifer an der Weihnachtspäckchenaktion der Hilfsorganisation ADRA Deutschland e. V. beteiligt, weil sie gerne Kindern aus armen Familien und Waisenhäusern in Osteuropa etwas Gutes tun wollen. Aus der Idee, diesen Kindern wenigstens eine kleine Freude zu bereiten und ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen werden, ist 1999 die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ entstanden. Seitdem gibt es in ganz Deutschland Aktionsgruppen und Sammelstellen, von denen aus ADRA Anfang Dezember mit LKWs zehntausende Geschenkpakete an die Zielorte bringt und so für einen kleinen Hoffnungsschimmer im Leben der Kinder sorgt, die kaum etwas zu lachen haben. Jedes Jahr wird außerdem im Anschluss an die Aktion ein Berichtsheft und eine DVD herausgegeben, die zeigen, welche Projekte unterstützt werden, wie der Transport und die Geschenkübergabe verlaufen sind und wie sehr sich die Kinder überall gefreut haben. Und die Bilder zeigen: Was gibt es Schöneres als ein strahlendes Kinderlächeln, besonders zur Weihnachtszeit? Dass nicht nur beschenkt werden, sondern auch schenken glücklich macht, das haben unsere Schüler bewusst wahrgenommen, als sie sich mit großer Aufmerksamkeit die sehr lehrreiche DVD nach der letzten Päckchenaktion angesehen haben.

Die beiden Klassen 6a und 6d haben sich deshalb auch dieses Jahr wieder die Not der osteuropäischen Kinder zu Herzen genommen und 22 Päckchen gefüllt mit Schulmaterialien, Spielsachen, Kuscheltieren und anderen nützlichen Dingen, die für uns zwar Kleinigkeiten darstellen, für die hilfsbedürftigen Kinder jedoch etwas Besonderes sind. Diese Aktion bewirkt etwas auf beiden Seiten: Kinder aus Deutschland werden dafür sensibilisiert, dass es nicht allen Menschen auf der Welt so gut geht wie ihnen, und dass sie mit einem geringen Aufwand etwas Gutes für diese Menschen tun können. Und die Kinder und Jugendlichen, die diese Päckchen bekommen, erhalten damit in der Regel zum ersten Mal in ihrem Leben ein Weihnachtsgeschenk. Ihre Reaktionen zeigen den Helfern jedes Jahr, wie viel ihnen diese kleine Geste bedeutet mit der sie erleben können, dass es andernorts Menschen gibt, die an sie denken.

Klar ist, dass so ein Päckchen zwar eine Zeit lang Freude bereitet, die schlechten Zustände in den jeweiligen Ländern jedoch nicht ändern kann. Deshalb ist die „Aktion Kinder helfen Kindern!“ auch mehr als das bloße Verteilen von Paketen. ADRA fördert Projekte für Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern, die langfristig helfen: den Auf- und Ausbau von Schulen und Kinderheimen sowie eine solide und hygienische Ausstattung, die auch Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch ermöglicht.

Wer sich für die Hilfsorganisation ADRA und ihre Projekte interessiert und wer die Aktion gerne finanziell unterstützen möchte, findet im Internet Informationen unter www.kinder-helfen-kindern.org


… und vielleicht – nein, hoffentlich! – wollen nach diesem Bericht nächstes Jahr noch mehr Schüler bzw. Klassen mitmachen und Freude schenken…

 



November


Schülerinnen und Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen erhalten Einblicke in die Komplexität von Planungsprozessen der Heimatregion

M. Schneider


Betzdorf. Warum ist der Siegtal-Radweg in der Region Hamm/Wissen/Betzdorf/Kirchen noch nicht fertiggestellt? Wie laufen die Planungen zum Bau von Windkraftanlagen in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain? Warum wird der REWE-Markt in Elkenroth nicht erweitert? Diese und weitere interessante Fragen aus der Heimatregion wurden nun von nahezu 40 Schülerinnen und Schülern der beiden Erdkunde-Leistungskurse der MSS 12 der IGS Betzdorf-Kirchen mit Werner Eckel, Mitarbeiter für Raumordnung und Bauleitplanung im Fachbereich Bauen der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, diskutiert. Dabei erfolgte zunächst ein Einblick in die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans für die fusionierten Verbandsgemeinden Betzdorf und Gebhardshain, der bis 2021 abgeschlossen sein soll. Problematisch bei dieser Zeitvorgabe, so Werner Eckel, sei die Abfrage der Wünsche nach Ausweisung von Bauflächen bei allen Gemeinden der Verbandsgemeinde, die Berücksichtigung verschiedener weiterer Belange wie zum Beispiel dem Naturschutz sowie die Diskussion zwischen Verbandsgemeinde und Landkreis bezüglich der Vorgehensweise bei der Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans. Dieser Plan bietet die Grundlage für die Ausweisung von Neubaugebieten und für Bebauungspläne, was Herr Eckel am Beispiel der Ortsgemeinde Nauroth veranschaulichte.

Auf großes Interesse stießen die beiden Projekte Siegtalradweg und Windkraftanlagen in den Bereichen „Hümmerich“ und Nauroth-Rosenheim. Beiden Themen sind die großen Interessenskonflikte gemeinsam. Den Schülerinnen und Schülern wurden dabei die sehr hohe Relevanz des Naturschutzes sowie die Vorbehalte der Bürgerschaft, die oft in Bürgerinitiativen organisiert sind, deutlich. So darf beispielsweise der Siegtalradweg in einigen rheinland-pfälzischen Regionen aufgrund von Naturschutzgebieten nicht an der Sieg vorbeiführen, stattdessen an der B 62, während dies in Nordrhein-Westfalen ein kleineres Problem darzustellen scheint. Bei einigen Schülerinnen und Schülern rief diese Information Unverständnis hervor, da sie nur wenige Wochen zuvor in einem Fachvortrag gehört hatten, dass sich Rheinland-Pfalz als „Radfahrerland“ bezeichnet. Vor allem im Bereich der Windkraft schließen sich Bürger oftmals in Initiativen zusammen, um einen größeren Abstand zu den Wohngebieten zu fordern, insbesondere aus Gesundheitsgründen. Abschließend ging Werner Eckel auf die angestrebte Erweiterung des REWE-Marktes in Elkenroth ein. Ein Hindernis dabei bildet laut Eckel nicht nur das angrenzende Naturschutzgebiet, sondern auch das Faktum, dass Elkenroth seitens der Landesplanung nicht wie Gebhardshain als Grundzentrum ausgewiesen ist, weshalb die Verkaufsfläche nur ausnahmsweise 800m 2 nicht überschreiten dürfe.

Insgesamt wurden in diesem kurzweiligen und interessanten Gespräch die Komplexität der Planungsprozesse aufgrund der Berücksichtigung verschiedener Interessen sowie die Notwendigkeit der Beteiligung eines jeden sehr deutlich, wozu Werner Eckel, aber auch die beiden Fachlehrer Steffen Hensel und Matthias Schneider die Oberstufenschüler aufriefe



Volkstrauertag – Schüler der IGS gedenken der Opfer

T. Oberdries

  
Wie in jedem Jahr versammelten sich anlässlich des Volkstrauertages auf dem Kirchener Hardtkopf-Friedhof viele Menschen, um an das Schicksal der Opfer von Kriegen und Gewalt zu erinnern. In verschiedenen Ansprachen wurde die Trauer um die Opfer zum Ausdruck gebracht.  Auch Schülerinnen der IGS waren stellvertretend für ihre Schule vor Ort. In ihrer Rede beschäftigten sie sich mit den Fragen, warum es einen Volkstrauertag gebe, um wen an diesem Tag getrauert werde und ob die Opfer aus vergangen Zeiten die Jugend heute überhaupt noch etwas angehe. Die Mädchen kamen zu der Erkenntnis, dass es gerade zur heutigen Zeit sehr wichtig sei, nicht zu vergessen. Für sie ist der Volkstrauertag ein Tag, an dem es zu einen um das Gedenken der Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges geht. Genauso wichtig ist es ihrer Meinung nach aber auch, dass man an alle Menschen denkt, die durch Krieg und Verfolgung Gewalt, Leid und Tod ausgesetzt sind.

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IGS Betzdorf-Kirchen lud am Wochenende zum Besuch ein

T. Oberdries


Am Samstag, dem 24.11.2018, öffnete die IGS von 10 Uhr bis 12.30 Uhr ihre Türen. Zahlreiche kleine und große Gäste nutzten das Angebot, die Schule am „Tag der offenen Tür“ genau unter die Lupe zu nehmen.

Organisatorin des Tages, die Stufenkoordinatorin 5/6, Monika Höck, ermutigte die Besucher dazu, nach Bildungsbörse und Elternabend, nun die Räumlichkeiten der Schule kennenzulernen und einen Einblick in die Arbeiten von Lehrern und Schülern zu gewinnen, um Ende Januar für ihr Kind eine gute Entscheidung hinsichtlich der Anmeldung an einer weiterführenden Schule treffen zu können. Die Gäste folgten dieser Aufforderung und nahmen von der Vielzahl der Angebote Gebrauch. Sowohl Schüler als auch Lehrer hatten eine Menge vorbereitet, um ihre Schule zu präsentieren und die Besucher am Schulleben teilhaben zu lassen. In der Aula ging es direkt zu Beginn musikalisch zur Sache und die Schülerband zeigte ihr Können. Dies ließ die Lehrerband nicht auf sich sitzen und zeigte später, dass auch die Lehrer durchaus ein Händchen für Musik haben.

Auch im restlichen Gebäude kamen die Besucher ganz auf ihre Kosten. In zahlreichen Räumen wurden sie nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen aufgefordert. Ob beim vielseitigen Angebot fürs Weihnachts – und Winterbasteln,  beim Backen von Lebkuchenfiguren und Bauen von Knusperhäuschen oder bei einem Besuch in der Nähwerkstatt, in der die Kinder selbst Taschen nähten, für jeden war etwas dabei.


Auch naturwissenschaftliches Arbeiten kam an der als MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) freundlich ausgezeichneten Schule  nicht zu kurz. Die Elektrotechnik-AG präsentierte sich. Bei Mitmachexperimenten in der Chemie, Mikroskopieren und Sinnschulung in der Biologie, Geometrie mit Fantasie, der AG „Digitale Helden“  und einem Programmierkurs konnten die kleinen Gäste eifrig neue Erfahrungen sammeln. Für die sprachlich und kulturell  interessierten Besucher gab es die Möglichkeit, an englischen Liedern und Spielen teilzunehmen, dem „English tea room“ einen Besuch abzustatten,  etwas über den Schüleraustausch mit Polen, die römische Lebenswelt und Frankreich zu erfahren oder sich die Ausstellung „Heimat –mein Lieblingsort“ anzuschauen. Beim Stöbern in der Schulbücherei hatten die Besucher Gelegenheit, eine erholsame Auszeit zu nehmen.

Im Rahmen des Schulkonzeptes und der pädagogischen Arbeit wurden die Arbeit des Schulsozialarbeiters, des Fördervereins, des Schulelternbeirats, der Schülervertretung und der Weg zum Abitur ausführlich erläutert. Nach so viel Input fürs Gehirn wurde es dann Zeit, sportlich aktiv zu werden. In der Turnhalle fand die „Desert-jungle-mountain-rallye“ statt –  eine Erlebniswelt, bei der durch das gleichzeitige Lösen von Englischaufgaben und dem Überwinden eines Hindernisparcours Körper und Geist gefordert wurden. Beim Waveboardparcours konnten die Gäste zeigen, wie gut ihre konditio-

nellen und koordinativen Fähigkeiten sind.

Eine anschließende Stärkung zum Ausklang des ereignisreichen Vormittages hatten sich sowohl die Besucher als auch die Ausrichter des Tages redlich verdient.

Anmeldewoche an der IGS Betzdorf-Kirchen ist vom 28.01.2019 bis 01.02.2019.


Hier bin ich!“ – IGS-Schüler nahmen an Sebastian Kühns Diakonenweihe teil

M. Schneider


Mit einem deutlichen „Hier bin ich!“ bekundete Sebastian Kühn vor dem Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, vielen Priestern und Diakonen, zahlreichen Gläubigen, darunter einige Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler der IGS Betzdorf-Kirchen am Samstag, den 24.11.2018 in der Pfarrkirche zu Niederfischbach seine Bereitschaft, sich als Diakon in den Dienst Gottes im Bistum Trier zu stellen. Diesen Entschluss bekräftigte Sebastian Kühn, indem er sich vor dem Altar auf den Boden legte, um zu zeigen, dass er sich ganz Gott übereignen will. Er versprach Ehelosigkeit, Gehorsam gegenüber dem Bischof und ein Leben in Bescheidenheit, woraufhin ihm Jörg Michael Peters die Weihe durch Handauflegung spendete. Anschließend legte Sebastian Kühn besondere Gewänder für den Gottesdienst an und bekam vom Bischof das Evangelienbuch überreicht und den Friedensgruß in Form einer Umarmung als Zeichen für die Aufnahme in das neue Amt. Der Weihbischof betonte in seiner Predigt, dass es gegenwärtig alles andere als leicht sei, sich in den Dienst der katholischen Kirche zu stellen, weshalb er Sebastian Kühn für seine Entscheidung lobte. Gleichzeitig mahnte er Sebastian Kühn, der sich das Leitwort „Für die Wahrheit Zeugnis ablegen“ ausgewählt hatte, sein Amt stets in Rückbindung an Gott und im Dienst an und für die Menschen auszuüben, wozu es nicht nur gute Worte, sondern auch gute Taten brauche.

Nach dem Gottesdienst erklärten sich der Weihbischof, der sich sehr über den Besuch der Schülerinnen und Schüler freute, und der strahlende Neudiakon Sebastian Kühn gerne bereit, ein Gruppenfoto mit der Abordnung unserer Schule zu machen. Den nächsten großen Schritt wird der neue Diakon am Pfingstsamstag 2019 (08. Juni 2019) gehen, wenn er im Trierer Dom von Bischof Stefan Ackermann zum Priester geweiht wird. Die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Kolleginnen und Kollegen sicherten ihm bereits zu, dafür gerne nach Trier zu reisen.


„Junges Apollo“ bringt den Schülern der IGS Betzdorf- Kirchen Lessings Ringparabel näher

M. Schneider



In der vergangenen Woche ging es für die gesamte Stufe 10 der IGS zu einer ganz besonderen Theateraufführung. Gemeinsam mit ihren Deutschlehrern machten die Schüler am Donnerstagabend einen Ausflug ins Apollo-Theater nach Siegen. Was sie dort zu sehen bekamen, war jedoch nicht einfach „nur“ ein Theaterstück. Im Projekt „JAp – Junges Apollo“ bekommen junge Menschen aus der gesamten Region die Gelegenheit, ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Für Werner Hahns Jugendstück  „The magic ring“ standen fast 20 junge Talente aus der Umgebung auf der Bühne. Ihre kompletten Ferien hatten sie damit verbracht, ihre Texte zu lernen, ihre Charaktere zu studieren und Bühnenarrangements zu verinnerlichen.  Unter den Darstellern befanden sich auch drei Schülerinnen der IGS Betzdorf – Kirchen, was diesen Theaterabend somit sowohl für die Schauspielerinnen als auch für das Publikum zu etwas ganz Besonderem machte. 

Doch nicht nur die Schauspielkunst der jungen Darsteller begeisterte die Zuschauer. Auch inhaltlich zog das Stück sie durch ihren Aktualitätsbezug in seinen Bann. Eine sehr alte Geschichte, Lessings Ringparabel, wird von Regisseur Werner Hahn in einen zeitgemäßen Kontext gesetzt:

Während eines Ferienprojektes bekommt eine junge Laienschauspielgruppe die Aufgabe, die Ringparabel neu aufzubereiten. Ein Vater vererbt seinem Lieblingssohn einen Ring, der ihn vor Gott und den Menschen angenehm machen soll – wenn er daran glaubt. Er verfügt, dass dieser Ring immer wieder an den geliebtesten Sohn weitergegeben werden solle. Schließlich kann sich ein Vater nicht entscheiden, welcher seiner drei Söhne ihm der liebste ist. Er fertigt Duplikate des Ringes an und gibt jedem seiner Söhne einen Ring. Ein erbitterter Kampf zwischen den Söhnen entbrennt, da jeder der Meinung ist, er habe den wahren Ring.

Doch nicht nur innerhalb der Parabel entsteht ein Kampf. Auch die Laienschauspieler geraten an ihre Grenzen. Zu unterschiedlich sind ihre Charaktere, ihr Ehrgeiz und ihr Bestreben im Mittelpunkt des Stückes zu stehen. Der Konflikt ihrer Theatergeschichte scheint auch für sie Realität zu werden. Wird es der Gruppe am Ende gelingen, ihr Ziel trotz aller Rivalitäten zu erreichen? 

Interessiert und konzentriert verfolgte das junge Publikum die Aufführung ihrer Altersgenossen. Die Zuschauer erlebten einen durch und durch gelungenen Theaterabend, der ihnen eindrucksvoll in Erinnerung bleiben wird.







Oktober


IGS Betzdorf-Kirchen wird „Schule für Demokratie und Partizipation“

Dr. K. Seelbach

Die IGS Betzdorf-Kirchen erhielt das Zertifikat „Schule für Demokratie und Partizipation“ im Rahmen des Projektes „Schulen für Demokratie und Partizipation in Europa“, das von den Pädagogischen Landesinstituten Speyer und Oppeln (Polen) durchgeführt wurde.

Das Projekt startete 2017 und verbindet seitdem fünf rheinland-pfälzische und fünf polnische Schulen miteinander. In enger Zusammenarbeit entwickelten die Schulteams Ideen, Schülern Demokratie näherzubringen und Mitsprache in verschiedenen Bereichen des Schullebens zu gewähren. Ein wichtiges Element dabei ist der Klassenrat, der nun in den polnischen Schulen einen genauso festen und wichtigen Platz erhält wie er es in Rheinland-Pfalz bereits hat. Länderübergreifende Unterrichtsprojekte ergänzten die Zusammenarbeit und halfen den Schülern aus beiden Ländern, Neues zu lernen und alte Vorbehalte abzubauen.

Die Leiter dieses Projekts an der IGS, Dr. Uwe Mattusch und Dr. Kirsten Seelbach, schätzen die Zusammenarbeit mit ihren polnischen Partnern an der PSP Stare Budkowice, Norbert Kafka und Katarzyna Chimiak, sehr. „Die gemeinsamen Projekte bereichern den Unterricht und helfen, ein europäisches Verständnis zu schaffen“, erklärte Dr. Mattusch.

Im Oktober 2018 endete die erste Projektphase mit einer internationalen Konferenz in Oppeln, an der Politiker, Lehrer und Schüler teilnahmen. Diskutiert wurde die Frage, ob Demokratie in der Schule wichtig sei. Mit überwältigender Mehrheit stimmten alle Beteiligten dafür, Demokratie in allen Bereichen des Schullebens ernst zu nehmen.

Das Engagement, dass die IGS Betzdorf-Kirchen zusammen mit ihrer Projektpartnerschule PSP Stare Budkowice gezeigt hat, wurde nun mit der Verleihung des Zertifikats belohnt. „Es freut uns gerade in Zeiten, in denen der Zusammenhalt der EU durch nationale Bestrebungen gefährdet ist, ganz besonders, mit diesem Zertifikat ausgezeichnet worden zu sein,“ sagte Dr. Seelbach. Die sehr gute Zusammenarbeit der beiden Schulen wird auch in Zukunft fortgesetzt werden in Form von verschiedenen länderübergreifenden Projekten.



Aufsatzwettbewerb des Deutsch/Japanischen Konsulats 2017/18

S.Laux

„Ich freue mich und bin sehr dankbar dafür, dass unsere Schule uns solche Erfahrungen und Chancen ermöglicht und uns darin unterstützt. Es ist wichtig fremde Kulturen kennenzulernen, um ein Verständnis für internationale Zusammenhänge, andere soziale Strukturen und die in diesen lebenden Menschen zu entwickeln. So kann sich das eigene Weltbild verändern und erweitern.“

(Matti Schumacher, Sozialkunde Leistungskurs Stufe 13)

Sommer 2017 - die Klausuren sind geschrieben und die Schüler unseres

Sozialkunde LKs, geleitet von Herrn Laux, bereiten sich auf ihre wohlverdienten Ferien vor. Doch Eines erwartet sie noch. In der letzten Schulwoche halten zwei Vertreter des Deutsch/Japanischen Generalkonsulats einen Vortrag über die sozialpolitische Entwicklung Japans zum Abschluss des Themenbereiches „Demografischer Wandel“. Im Anschluss an die Präsentation, durch die wir einen tollen Einblick in die für uns fremde japanische Kultur erhalten, laden die Vortragenden die Schüler ein, an einem vom Deutsch/Japanischen Generalkonsulat organisierten nationalen Aufsatzwettbewerb teilzunehmen. Das Thema lautet: „Wie Japan mein Leben verändert hat- ein Rückblick aus meiner Zukunft“. Zur Einsendung ihres Aufsatzes haben die Schüler zwei Monate lang Zeit. Belohnt werden ab Ende Januar die 16 besten Aufsätze und als Hauptpreis gibt es 2 Reisen nach Japan zu gewinnen. So arbeiten einige unserer interessierten Schüler über die Sommerferien an ihren Aufsätzen und senden diese nach Wiederbeginn der Schule ein. Jetzt heißt es hoffen und warten. Pünktlich in der letzten Woche des Januars erreicht uns die Rückmeldung des Generalkonsulats: Matti Schumacher ist unter den besten 16 Aufsätzen und erhält hierfür eine Einladung in die Residenz des japanischen Generalkonsuls Yoshitaka Tsunoda in Düsseldorf. Also fährt am 20.02.2018 unser Schüler Matti Schumacher in Begleitung von Geschichts- und Lateinlehrer Herr Bauer nach Düsseldorf, um an der Preisverleihung teilzunehmen. Dort werden Reden von Botschaftern und Amtsinhabern im Bereich der internationalen Beziehungen gehalten und den Gewinnern vom Japanischen Generalkonsul zu ihrer erfolgreichen Arbeit gratuliert und Urkunden sowie schreibbezogene Preise verliehen, gefolgt von einem gemeinsamen, traditionell japanischen Essen. Alles in allem hat sich die Arbeit für die Schüler und insbesondere für Matti also überaus gelohnt.



Theaterstück bringt Schülern den Pakt mit dem Teufel nah – Die IGS taucht in das Leben von Goethes Faust ein

T. Oberdries


Am Donnerstag, dem 18.10.2018, war Schauspieler Ekkehart Voigt mit seinem Solotheater „Als Ob“ an der IGS Betzdorf-Kirchen zu Besuch. Im Gepäck hatte er eine nicht ganz leichte Kost: Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ stand auf dem Programm. Der Solokünstler hat die Inszenierung eigens für die Oberstufe konzipiert und es im vergangenen Jahr bundesweit vor über 8000 Schülern gespielt. Die angehenden Abiturienten der Stufe 13 hatten sich in den letzten Monaten im Unterricht intensiv mit der komplexen Tragödie beschäftigt. Wissenschaftler Faust geht einen Pakt mit dem Teufel Mephisto ein und stürzt dadurch sich selbst und seine Geliebte Gretchen ins Unglück. 

Solodarsteller Ekkehart Voigt gelang es, mit herausragender spielerischer Leistung, allen Charakteren Leben einzuhauchen. Der Schauspieler zog die Zuschauer, bestehend aus Schülern und Lehrern der Stufen 11,12 und 13,  ins Stück hinein und gewährte ihnen tiefe Einblicke in Fausts Seele und Mephistos perfide Pläne. Voigt schaffte es dadurch, den Schülern die Tragik des Stückes noch näher zu bringen und erleichterte ihnen den Zugang zur Lektüre.

In einer anschließenden Diskussions- und Fragerunde bekamen die Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit dem Schauspieler auszutauschen. In angenehmer Atmosphäre und mit einem Künstler, der sich die Zeit nahm,  auf alle Fragen und Anmerkungen ausführlich einzugehen, ging die Veranstaltung zu Ende. Jeder der Zuschauer verließ die Aula mit dem Gefühl, Faust ein Stückchen nähergekommen zu sein.



September


Demokratieerziehung an der IGS Betzdorf-Kirchen – Roadshowmobil informiert 

T. Oberdries


Vom 20. bis 21.09.2018 stattete das Roadshowmobil der IG Metall der IGS Betzdorf- Kirchen einen Besuch ab. Das Roadshowmobil besucht Schulen und Betriebe und informiert dort rund um das Thema „Gewerkschaften“.    Zwei Tage lang ließ es sich auf dem Schulhof der IGS häuslich nieder. Die neugierigen Blicke der Schüler ließen nicht lange auf sich warten und nach kurzer Zeit hielten sich viele Jugendliche am Infostand des Mobils auf. 

Doch nicht nur in den Pausen herrschte dort reger Betrieb. Während der Unterrichtszeit besuchten alle neunten und zehnten Klassen das Roadshowmobil. Bei einem interaktiven Vortrag, den Frau Platzdasch von der IG Metall für die Schüler hielt, erfuhren sie zunächst, was eine Gewerkschaft ist und welche Möglichkeiten diese bietet. Danach ging die Gewerkschafterin konkret auf die Lebenswelt der Schüler ein. Sie lernten, welche Mitbestimmungsmöglichkeiten eine Gewerkschaft für Schüler, Auszubildende aber auch Studierende bietet. Zum Schluss der Veranstaltung wies Frau Platzdach eindringlich darauf hin, wie wichtig es für die Schüler im Einzelnen und die Demokratie im Ganzen sei, von seinem Mitbestimmungsrecht Gebrauch zu machen.  




August


Fünftklässler der IGS starten mit Sonnenschein und guter Laune in die neue Schulzeit

T. Oberdries


Am Dienstag, dem 07.08.2018, begann für vier fünfte Klassen ihr neues Schulleben an der IGS Betzdorf- Kirchen.

Trotz Hitze war die Aula der Schule bereits lange vor dem ökumenischen Einschulungsgottesdienst bis auf den letzten Platz besetzt. Um 9 Uhr ging es dann endlich los. Unter dem Motto „Welcome to the next level“ stimmten die Religionslehrerin Stefanie Pundt und  Pastoralpraktikant Sebastian Kühn die zahlreichen Gäste und vor allem die aufgeregten Fünftklässler behutsam auf die neue Schulzeit ein.

Danach ging es fließend zur Einschulungsveranstaltung über, die mit der musikalischen Eröffnung der Bläserklasse (Leitung Tanja Röhrig) begann. Schulleiterin Betty Berg-Bronnert hieß die Eltern und Schüler herzlich an ihrer neuen Schule willkommen. Ihren Worten schloss sich Nadja Kempf an, die die Einschulungsfeier moderierte. Sie sprach den Kindern Mut zu und wünschte ihnen eine schöne und erfolgreiche Schulzeit. Die folgende Tanzvorführung der „Cool Dancers“ aus der Klasse 6a wurde mit Begeisterung des Publikums belohnt und man konnte förmlich spüren, wie sich die Aufregung der kleinen „Neulinge“ langsam legte. Neugierig verfolgten sie nun die Vorstellung der Klassenleiter. Schließlich war jeder gespannt darauf, wer ihn die nächsten Jahre an der Schule begleitet. Nach  der Vorstellung der Bus- und Zugbegleiter, die die Fünftklässler in den ersten Wochen unterstützen werden, ging es mit rockigen Tönen der Lehrerband weiter.

Traditionsgemäß erfolgte der Ausklang der Einschulung auf dem Sportplatz. Hier ließen die Kinder freudig Luftballons mit ihren ganz persönlichen Wünschen in den strahlendblauen Himmel steigen.

Nach all der Aufregung und den heißen Temperaturen kam die kleine Stärkung des Fördervereins, der Würstchen und Getränke verkaufte, sehr gelegen. Voller Zuversicht und guter Laune beginnt ein neues Jahr an der IGS.